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Die Ansiedlung des Wolfes

Das zweite aber nicht weniger wichtige Thema, für welches ich verantwortlich bin und mit mehreren Mitarbeitern bearbeite, ist die Ansiedlung des Wolfes in Deutschland und deren Folgen. Auch hier arbeiten wir mit mehreren Wissenschaftlern aus Deutschland und über diese mit Wissenschaftlern aus dem Ausland, vor allem aus Skandinavien zusammen.

 

Die Zulassung der Wiederansiedlung der Wölfe in einer dichtbesiedelten Kulturlandschaft birgt großes naturschutzfachliches und landwirtschaftliches Konfliktpotential. Hauptkritik an der Ansiedlung von Wölfen sind einerseits die Schäden an Weidetierbeständen und andererseits Sicherheitsbedenken aufgrund des immer weiteren Vordringens von Wölfen in Siedlungsgebiete.

 

Die Meinungen zum Wolf gehen in unserer Gesellschaft weit auseinander, vor allem unter Großstadtbewohnern und Bewohnern des ländlichen Raums.

Viele Städter betrachten den Wolf fast nostalgisch, auch angetrieben durch eine romantisierte Darstellung in den Leitmedien, als „ein in der Wildnis lebendes Kuscheltier“.

Andere verehren den Wolf als mystisches Tier.

 

Das andere Extrem sind einige Weidetier- Rinder- und Pferdezüchter und einige Jäger, die den Wolf als erbitterten Feind ansehen und ihn am liebsten wieder komplett aus Deutschland verdrängen würden.

 

Dazwischen gibt es allerdings viele Menschen, die sich sehr bewusst sind, dass der Wolf eines der schönsten und intelligentesten Tiere mit einem ungewöhnlich stark ausgeprägten Sozialverhalten ist, sich  aber trotzdem

kritisch mit der Ansiedlung des Wolfes in einer so dicht besiedelten Kulturlandschaft auseinandersetzen.

 

Strenger Naturschutz für den Wolf?

 

Wir als AfD sehen im Wolf ein Wildtier, dessen Bestand wie der aller anderen Wildtiere auch, behutsam und verantwortungsvoll reguliert werden muss. Die meisten in Deutschland lebenden Tiere gehören zum eurasischen Wolf mit einer Gesamtzahl von ca.100.000 Tieren. Er ist also nicht, wie von der Bundesregierung behauptet, vom Aussterben bedroht. Der aus Sicht vieler internationaler Wolf- und Wildtierexperten nicht notwendige (100.000 Tiere-nicht vom Aussterben bedroht) stringente und kompromisslose Schutz dieser Tiere hat dazu geführt, dass sie sich artfremd verhalten und ihre angeborene Scheu vor dem Menschen vielerorts komplett verloren haben. Erst durch dieses artfremde Verhalten kommt es zu den vielen Annäherungen und die ungewöhnlich hohe Anzahl von Nutztierrissen. Eine vernünftige und verantwortungsvolle Regulierung der Bestände nutzt den Weidetierhaltern und den Wölfen selbst, da sie ihre verlorene Scheu wiederfinden werden. Das wird zwangsläufig dazu führen, dass Zusammentreffen von Mensch und Wolf wieder zu äußerst seltenen Ereignissen  werden und somit den Wolf als Wildtier schützt.

 

Rückkehr des Wolfes?

 

Vor seiner Verdrängung lebte in unseren Breiten der Grauwolf (Canis Lupus Lupus).

In den Gesetzestexten, mit dem die Regierungen vorgeben, den ehemals ansässigen Grauwolf strengstens schützen zu wollen, wird allerdings nur die Bezeichnung Canis Lupus verwendet. Das führt zu der absurden Situation, dass in Deutschland der Canis Lupus Polaris (Polarwolf), der  Canis lupus arabs (arabischer Wolf), der Canis lupus pallipes (indischer Wolf), der Canis lupus occidentalis (Mackenzie-Wolf), ja selbst der Canis lupus familiaris (Haushund) usw. unter strengem Naturschutz stehen.

Wir haben dieses Problem schon mehrmals angesprochen. Allerdings ist diese fehlende Spezifität im Gesetz gewollt.

 

Die Tiere, die heute bei uns leben, sind offensichtlich zu einem nicht unerheblichen Wolf-Hund-Hybriden, also Mischlinge. Dies wurde anhand von Genuntersuchungen und kraniologischen (Schädel) Untersuchungen nachgewiesen.

Zwar werden durch das Senckenberg-Museum auch Gen-Tests durchgeführt. Die sogenannte mitochondriale DNA weist allerdings nur eine Verwandtschaft zwischen den Tieren nach, die hier angesiedelt wurden. Einen Nachweis, dass es sich um Wölfe oder um Wolfshybriden handelt oder wie hoch der Hybridisierungsgrad ist, können diese Tests nicht erbringen. Dazu bedarf es anderer Gent-Tests, wie sie beispielsweise das Labor „ForGen – Forensische Genetik und Rechtsmedizin in Hamburg am Institut für Hämatopathologie Hamburg“ durchführt. Mehrere Genproben wurden durch das Labor bereits untersucht. Diese Proben werden für gewöhnlich durch Privatpersonen eingeschickt, meist von Weidetierhaltern, deren Tiere von Wölfen bzw. vermeintlichen Wölfen gerissen wurden. Sehr oft stammen die Proben von Wolf-Hund-Mischlingen.

Die AfD hat deshalb gefordert, alle gelagerten Schädel von vermeintlichen Wölfen durch eine internationale Kommission von Wolfs- und Wildtierexperten untersuchen zu lassen, um den Hybridisierungsgrad zu ermitteln. Des Weiteren sollen per Gentests der Hybridisierungsgrad der Population in Deutschland festgestellt werden.

 

Wie viele Wölfe verträgt Deutschland?

 

Zu den wirklichen Zahlen halten sich die Ministerien bedeckt. Es wird Verwirrung gestiftet, indem in einigen Veröffentlichungen die Rudelanzahl, in anderen wiederum die Anzahl der adulten (erwachsenen) Tiere angegeben werden. Eine Gesamtzahl inklusive der Jungwölfe und Welpen wird so gut wie nie genannt. Offizielle Schätzungen gehen von ca. 1500 Tieren aus. Es gibt allerdings auch Stimmen, die von ca. 3000 Tieren sprechen.

Die Wolfspopulation verdoppelt sich ca. alle drei Jahre. Jeder kann sich also ausrechnen, wie viele Tiere es in z. Bsp. 12 Jahren geben wird, wenn der Mensch hier nicht wie bei allen anderen Wildtieren regulierend eingreift. Nehmen wir nur die offiziellen Zahlen, wären das ca. 24000 Tiere im Jahr 2033! Eine Horrorvorstellung für alle Viehzüchter und für alle Menschen, die im ländlichen Raum leben. 

 

Während sich die Anzahl der Wölfe alle drei Jahre verdoppelt, nehmen die Angriffe auf Nutztiere und die Anzahl der getöteten Tiere viel rasanter zu.

Auch die Artenvielfalt wird durch eine zu große Wolfspopulation gefährdet. Bereits jetzt sind Mufflons (Wildschaf, vor Ansiedlung des Wolfes ca. 5.000 Tiere) in Sachsen ausgestorben. Weidehaltung von Schafen in Sachsen ist so gut wie nicht mehr möglich. Zu schaffen macht den Weidetierhaltern auch, dass sie ihre Tiere, zu denen sie für gewöhnlich auch eine persönliche Bindung aufbauen, am Morgen nach einem Wolfsangriff angefressen und gerade noch lebend vorfinden. Es sind nicht nur die finanziellen Schäden, sondern auch die mentale Belastung und die Hilflosigkeit, die die Schäfer aufgeben lässt.

 

Durch den Wolf geht auch die Artenvielfalt in der Heidelandschaft zurück. Die Samen einiger Gräser und Kräuter werden erst keimfähig, wenn die Samen den Darm eines Schafes passiert haben. Die Anzahl der Rehe geht rapide zurück, Wildschweine, Damm- und Rotwild schließen sich zu immer größeren Rotten bzw. Herden zusammen und verursachen dadurch größere Schäden in forst- und landwirtschaftlichen Pflanzungen. All diese negativen Auswirkungen haben die Wissenschaftler und Fachleute, mit denen wir zusammenarbeiten, lange vorhergesehen und die Politik auf die Probleme hingewiesen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit  begründet den strengen und kompromisslosen Schutz des Wolfes damit, dass die Population noch keinen „günstigen Erhaltungszustand“ erreicht habe, dass also nach wie vor der Wolf vom Aussterben bedroht sei, weigert sich aber vehement eine Anzahl zu nennen, bei welcher Anzahl der günstige Erhaltungszustand erreicht sei. Wenn der Wolf eines nicht ist, dann vom Aussterben bedroht. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sieht den günstigen Erhaltungszustand als bereits erreicht.

Die bei uns lebenden Tiere gehören zur Art des eurasischen Wolfes mit ca. 100.000 Individuen. Die Art ist also nicht vom Aussterben bedroht. Ein günstiger Erhaltungszustand ist nur für separate Arten relevant. Das ist hier nicht der Fall. Die Politik könnte und sollte deshalb eine Populationsobergrenze festlegen, die sich allein daran orientiert, wie viele Tiere Deutschland verkraftet. In mehreren skandinavischen Ländern wird dies auch praktiziert.